Zielgruppe: Führungskräfte, Amtleitungen, Organisationsabteilungen und Kämmereien
Themenbereich: Personalbemessung, HOAI-Stellenbemessung und Kennzahlen-Benchmarking
Die Investitionsbedarfe in der kommunalen Infrastruktur erreichen Rekordhöhen. Gleichzeitig stehen Tiefbauämter, Entwässerungsbetriebe und Organisationsabteilungen unter konstantem Begründungsdruck: Wie lässt sich gegenüber der Kommunalpolitik, der Finanzverwaltung oder dem Rechnungsprüfungsamt fundiert darlegen, wie viel Personal für die Abwicklung von Straßen- und Kanalbauprojekten tatsächlich erforderlich ist? Dasselbe gilt auch für alle anderen Bauabteilungen der öffentlichen Verwaltung oder der Privatwirtschaft.
In Stellenbemessungsverfahren steht meist eine zentrale Frage im Raum:
„Welches Investitions- und Bauvolumen in Euro kann eine Vollzeitstelle (1,00 VZÄ) (hier: im kommunalen Tiefbau) realistisch, rechtssicher und qualitätskonform betreuen?“
Die neue OptiSo-Studie auf BenchKompass liefert auf Basis realer Projektdaten sowie überörtlicher Vergleichsdaten belastbare Antworten und zeigt, wo die Stellschrauben in der Praxis liegen.
Kein fixer Einzelwert, sondern ein klarer Korridor
Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung vorab: Einen pauschalen Einzelwert gibt es nicht. Die Kennzahl bewegt sich in einem klar strukturierten Korridor von 0,5 Mio. € bis 12,0 Mio. € je 1,00 VZÄ.
Dass diese Spanne so groß ausfällt, ist kein Zufall, sondern lässt sich mathematisch und organisatorisch über zwei Haupthebel erklären:
- Hebel 1 – Die Fremdvergabequote (Wertschöpfungstiefe): Werden Planungs- und Bauleitungsleistungen (HOAI Lph 1–9) weitgehend intern erbracht oder an externe Ingenieurbüros vergeben? Bei Fremdvergabe verbleiben lediglich die Bauherren- und Steuerungsaufgaben in der Verwaltung, was den Betreuungshebel pro VZÄ drastisch erhöht.
- Hebel 2 – Die Projektgröße (Honorardegression): Große Einzelmaßnahmen weisen prozentual eine deutlich niedrigere HOAI-Honorarquote auf als kleinteilige Unterhaltungs- oder Erschließungsmaßnahmen. Ein VZÄ bewegt bei Großprojekten folglich deutlich mehr Euro-Volumen, ohne dass der administrative Arbeitsaufwand linear ansteigt[cite: 1].
Die Ergebnisse der Studie im Überblick
Auf Basis anonymisierter OptiSo-Kundenprojekte (Kommunen von 13.000 bis 27.000 Einwohnern) und externer Prüfberichte (u. a. Sächsischer Rechnungshof) ergibt sich folgende Differenzierung[cite: 1]:
| Wertschöpfungsmodell / Abwicklung | Typischer Intern- / Extern-Mix | Richtwert Projektvolumen je 1,00 VZÄ / Jahr |
| 100 % Eigenregie (Eigenplanung Lph 1–9) | 100 % intern | 0,5 bis 1,3 Mio. €[cite: 1] |
| Mischmodell Standard (Eigenplanung + externe Teilvergabe) | 30 % intern / 70 % extern | 1,5 bis 3,5 Mio. €[cite: 1] |
| Mischmodell hohe Vergabe (Überwiegende Auslagerung) | 10 % intern / 90 % extern | 3,5 bis 7,5 Mio. €[cite: 1] |
| 100 % Fremdvergabe (Reine Bauherrenfunktion) | 100 % extern | 5,0 bis 12,0 Mio. €[cite: 1] |
| Laufende Unterhaltung (Straßen-/Kanalunterhaltung) | 100 % Eigenregie | 1,0 bis 1,25 Mio. €[cite: 1] |
Methodischer Kern: Die Herleitung basiert auf dem fiktiven HOAI-Honorar zuzüglich fester Aufschläge für Bauherrenaufgaben (+15 %) sowie Gremien-, Vergaberecht- und Fördermittelmanagement (+15 %).
Die vollständige Studie jetzt auf BenchKompass freischalten
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Die vollständige, 11-seitige Auswertung enthält unter anderem:
- Detaillierter Blick auf reale Kundenanalysen (u. a. mit Gegenüberstellung von gegensätzlichen Organisationsmodellen)
- Herleitung der HOAI-Stellenbemessungsmethodik inklusive Stundensätzen und Jahresarbeitszeiten
- Einordnung der überörtlichen Quellen und Prüfungskriterien (BKPV, Rechnungshof RLP, Sächsischer RH, KfW-Kommunalpanel)
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