Personalbedarf in kommunalen Bauhöfen: der Kur- und Tourismusfaktor

Im Jahr 2017 haben wir 144 niedersächsische Bauhöfe untersucht und ermittelt, dass auf 1.000 Einwohner etwa 1 Vollzeitstelle im Stellenplan entfällt. Die Kausalkette ist je mehr Einwohner, desto mehr Pflegeaufwand und je mehr Stellenbedarf.

Bei Tourismus- und Kur-Kommunen (z.B. Nord- oder Ostseebädern, Soleheilbädern) ist sowohl der Pflegestandard der öffentlichen Infrastruktur deutlich höher als anderorts, als auch die Frequentierung von Menschen zusätzlich zu Einwohnern auch durch Gäste geprägt. Damit wird klar, dass die notwendige „menpower“ in einem kommunalen Bauhof wesentlich höher sein dürfte als im Mittel der übrigen Kommunen.

Dies haben wir nun anhand von Zahlen gemessen und 45 Kommunen aus dem Bundesgebiet in Bezug auf Ihre Haushalts- und Stellenpläne untersucht.

Das Ergebnis ist, dass

-der Median bei 1,48 Vollzeitstellen je 1.000 Einwohner liegt,

-die obersten 75 % 1,9 Vollzeitstellen je 1.000 Einwohner und die

-untersten 25% 1,15 Vollzeitstellen je 1.000 Einwohner beschäftigten.

Das Ergebnis nennen wir den „Kur- und Tourismusfaktor“ .

Beiläufig erwähnt, dürfte gerade bei Tourismushochburgen nicht nur das Personal im kommunalen Bauhof einen wesentlichen Anteil an Infrastrukturarbeiten durchführen, sondern auch zusätzliche privat engagierte Firmen der öffentlichen Hand und verschiedener privater Unternehmen.

Kurzum kostet so eine Infrastruktur wie man sie vielerorts an der See sieht, einfach sehr viel Geld.

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