Warum die menschliche Todesfurcht die Wirksamkeit charismatischer Führung erklärt-und was das mit Trumps Sieg bei der Präsidentschaftswahl zu tun hat?

„Die Konsequenzen dessen für die Führung sind offensichtlich: Führende, die eine charismatische – und damit gleichsam die verhaltensintensivste Form der Führung anstreben, sollten entweder auf den Plan treten, wenn die Gruppe, Organisation oder Gesellschaft sich in der Wahrnehmung ihrer Mitglieder in einer tiefen, existenziellen Krise befindet, oder, soweit dies nicht der Fall ist, eine eben solche Krise gekonnt herbeireden. Dies bedeutet: Probleme groß machen, anderen hierfür die Schuld geben, sich selber als Lösung präsentieren. Genau dieses ist notabene der typische Modus einer Donald Trump Rede (Reicher/Haslam 2017), dessen Erfolg die Vertreter der TMT selbstredend bereits auch empirisch untersucht haben. Resultat: Die Teilnehmenden der mit ihrer Sterblichkeit konfrontierten Versuchsgruppe hatten „signifikant günstigere Eindrücke von, eine größere Bewunderung für und ein erhöhtes Zutrauen in Mr. Trump und eine höhere Präferenz, ihn zu wählen“ (Cohen/Thompson/Pyszczynski/Solomon 2017, 147).“

Und sterben kann subjektiv heruntergebrochen auch der Verlust des Arbeitsplatzes, drastischer Einkommensverlust oder ungenügende Wertschätzung sein.

Je größer also die Not im Unternehmen, desto wirksamer der charismatische Führungsstil.

Hier der Link zum vollständigen Artikel:

https://www.leadership-insiders.de/fuehrung-in-die-unsterblichkeit-warum-todesfurcht-charismatische-fuehrung-erklaert/

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