Kommunen drehen bei Haushaltskonsolidierung oft an Einnahmeschraube. Aber was ist mit Ausgabensenkungen?

Kommunen in Deutschland nutzen die Grund- und Gewerbesteuer zur Sanierung ihrer Haushalte. Laut einer Studie von EY haben 53 % aller Kommunen seit 2012 mindestens einmal die Gewerbesteuersätze für Unternehmen angehoben. 60 Prozent legten bei der Grundsteuer drauf. Statt an der Einnahmenschraube zu drehen sollte vermehrt an die Senkung der Ausgaben gedacht werden. Laut einer Faustregel, die immer wieder durch verschiedenste empirische Untersuchungen bestätigt wird, können beispielsweise durch durchdachte Kostenreduktionsbemühungen im Overhead (Verwaltung, IT, Prozessdesign, Kooperationen, etc.) zwischen 10 und 20 Prozent der Gesamtausgaben eingespart werden (ohne dass dabei Servicequalität reduziert wird).

Appell: bei der Haushaltskonsolidierung auch an die Senkung der Ausgaben denken, statt primär an der Steigerung der Einnahmen zu arbeiten.

Hier der Link zum Artikel der EY-Studie:

http://m.spiegel.de/wirtschaft/soziales/mehr-als-die-haelfte-der-kommunen-hat-steuern-erhoeht-a-1222177.html

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